Nils Kremling ist Deutscher Meister über 400 m

31.07.2021 - Rostock

Der 17jährige Nils Kremling vom TSV Wendelstein ist bester 400m-Läufer von Deutschland in der Altersklasse U18. Mit seiner Zeit über die Stadionrunde von 48,16 sek. verbesserte er den 20 Jahre alten Mittelfränkischen Rekord um eine Sekunde.

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Deutscher Meister: Der möglicherweise größte Erfolg in der TSV-Vereinsgeschichte.

Auf dieses Ziel arbeitete Christian Gußner seit Jahren unermüdlich hin, vor allem nachdem er erkannt hatte, mit Nils Kremling einen wahren Rohdiamanten in seiner Trainingsgruppe zu haben.

Bereits 2019 qualifizierte sich Nils in der AK M15 erstmals für eine deutsche Meisterschaft und erreichte ganz überraschend über die 300 m den fünften Platz. Obwohl damit das Potenzial über die Stadionrunde schon absehbar war entschied sich Nils für den Zehnkampf und schaffte 2020 auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.

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Verletzungsbedingt musste er diesen Zehnkampf jedoch abbrechen und auch die Deutschen Einzelmeisterschaften 2020 hatten sich damit erledigt.

Erst 2021 konnte der 17jährige, endlich frei von Verletzungen und stärker als je zuvor, richtig durchstarten, legte reihenweise persönliche Bestleistungen hin und liegt seit seinem Zehnkampf des Lebens Anfang Juni in Filderstadt mit 7.222 Punkten auf Platz 2 der Deutschen Bestenliste. Im Rahmen dieses Wettkampfs schaffte er mit 49,32 sek. so nebenbei auch die Qualifikation zur DM über 400 m sowie im Weitsprung, 100 m, Stabhochsprung und im 110 m Hürden-Sprint. Die Norm für die 200 m hatte er bereits zuvor erfüllt.

Für die Deutsche Meisterschaft in Rostock hatte sein Trainer Gußner deshalb das Luxusproblem, sich für 2 der möglichen 6 Disziplinen entscheiden zu müssen und es sollten die richtigen Entscheidungen sein. Sein Zeitplan sah damit vor, dass er bei den 400 m am Freitag den Vorlauf, am Samstag Mittag das Finale und am Abend den Weitsprung bestreiten wird. Dabei war sich Gußner sicher, dass Nils als Zehnkämpfer der harten Belastung gewachsen ist.

Um mit möglichst geringem Aufwand das Finale zu erreichen wurde für den 400m-Vorlauf am Freitag die Marschroute ausgegeben, nach einem schnellen Start das Tempo lediglich zu kontrollieren und dann auf einen sicheren zweiten Platz zu laufen. Wohl dem, der das Potenzial hat, beim Vorlauf nach 300 m das Tempo herausnehmen zu können und dann mit 49,99 sek. relativ entspannt in das Finale zu kommen. „Im Finale sind 48 Sekunden drin“ war die erste Reaktion vom Kremling im Ziel und ließ seinen Trainer schon vorsichtig vom Titel träumen.

Am Finaltag zeigte Nils neben seiner physischen Stärke, dass er trotz seiner Jugend schon eine beeindruckende psychische Stärke besitzt. Genau nach Plan macht er selbständig sein Aufwärmprogramm, zeigt sich beim Einlaufen ins Stadion unglaublich entspannt und ist am Start voll fokusiert. Glücklicherweise konnte er auf der Bahn drei laufen und hatte damit nach dem Startschuss seinen einzigen echten Konkurrenten zwei Bahnen vor sich immer im Blick. So konnte er sich ihn auf der Gegengerade langsam zurechtlegen und erst anfangs der Zielgerade die Führung übernehmen. Trotzdem gab der Neubrandenburger nicht nach und trieb Nils zu einer fantastischen Zeit von 48,16 sek.

Am Abend belegte er als Zugabe im Weitsprung mit 7,04 m noch den fünften Platz.

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